Stiefmütterchen sind nicht böse…

Das farbenfrohe Familienoberhaupt

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Stiefmütterchen

Böse, mürrisch und unfreundlich… so kennen wir viele Stiefmütter aus Filmen und Märchen. Denen möchte man nicht unbedient begegnen, oder? Aber nicht alle Stiefmütterchen sind böse!

Die nette Stiefmutter

Den Regenbogen rauf und runter

Stiefmütterchen sind im Frühling sehr beliebt in unseren Gärten. Die kleinen farbenfrohen Blumen sorgen nämlich für gute Laune und Frühlingsgefühle. Ihr habt sie bestimmt auch schon mal im Garten entdeckt und gemerkt, dass Stiefmütterchen auch sehr hübsch und freundlich sein können. Tatsächlich bietet das Stiefmütterchen eine riiieeesige Breite an Farben: von Weiß über Gelb, Rot, Blau bis hin zu Violett und Schwarz – es gibt eigentlich keine Farbe, die es bei Stiefmütterchen nicht gibt. Einige sind sogar zwei- oder dreifarbig.

Irgendwie dann doch eine Stiefmutter

Um zu verstehen, warum das Stiefmütterchen denn nun Stiefmütterchen heißt, müsst ihr jetzt gut aufpassen. Es wird nämlich ein bisschen kompliziert. Passt auf:
Das größte Blatt der Blüte ist das Kronblatt und wird auch Stiefmutter genannt. Die Stiefmutter überdeckt die beiden Blätter daneben, die Töchter. Die beiden Töchter überdecken die beiden oberen Kronblätter, die Stieftöchter. Ziemlich viele Mütter und Töchter und klingt kompliziert, erklärt aber, warum das Stiefmütterchen nun Stiefmütterchen heißt.

Kleine Sonnenfreunde

Auch der Platz, an dem Stiefmütterchen sich besonders wohl fühlen, spricht eher dafür, dass die Pflanzen zu den besonders freundlichen Stiefmütterchen gehören. Sie lieben nämlich einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Wie kann auch eine Pflanze, die die Sonne liebt, unfreundlich und böse sein? Generell solltet ihr bei Stiefmütterchen in eurem Garten darauf achten, dass sie in einer feuchten Erde wachsen. Dabei solltet ihr aber aufpassen, dass ihr die kleinen Blütenwunder nicht im Regen stehen lasst. Klatschnass mögen sie es nämlich auch nicht.